Zur Situation in Nigeria – Brief von Father Boniface

August 2020. Die Enyiduru-Schule ist wegen Corona weiterhin geschlossen. Durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise verschärft sich die Situation insbesondere der armen Bevölkerung dramatisch. Und die Pandemie selber trifft die Armen natürlich auch besonders hart.

Unser Projekt konzentriert sich daher derzeit weiterhin auf die Lebensmittelhilfe, um den Familien unserer Schülerinnen und Schüler das Überleben zu sichern. Vor einigen Tagen erhielten wir einen Brief von Father Boniface, der die Situation in bewegenden Worten beschreibt. Wir bitten daher weiter dringend um Unterstützung und Spenden, damit wir die Lebensmittelhilfe fortsetzen können. Lesen Sie den Brief hier!

Siegauenschule in Troisdorf-Bergheim unterstützt Enyiduru

Juli 2020. Mit einer spontanen Sammelaktion haben Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern der Siegauenschule in Troisdorf-Bergheim für Enyiduru gesammelt.

800€ sind dabei zusammengekommen. Das ist eine Summe, die schon etwas bewirkt. Gerade jetzt, wo der Corona-Virus sich in Nigeria sehr stark verbreitet, brauchen die Schülerinnen und Schüler und ihre Familien unsere Unterstützung.

Herzlichen Dank dafür.

Lebensmittelhilfe – Update

Juli 2020. Zum zweiten Mal haben wir nun die Lebensmittelhilfe durchführen können. 480 Familien unserer Enyiduru-Schulkinder in Nsukka konnten sich Grundlebensmittel, die wir zusammengestellt und in großen Taschen bereitgestellt hatten, abholen.

Denn die Not und der Hunger sind groß. Seit Beginn der Corona-Krise sind die  Verdienstmöglichkeiten weggefallen. Lebensmittel werden von Woche zu Woche knapper und teurer. Die wirklich Armen haben keine Reserven und keine Chance. Schon zu normalen Zeiten ist die warme Schulmahlzeit für ein ganzen Teil unserer Schulkinder die einzige Mahlzeit am Tag. Seit die Schule geschlossen ist, fällt auch diese Hilfe weg.

Für unsere beiden Lebensmittelausgaben haben wir große Mengen an Grundnahrungsmitteln eingekauft und mit einigen Helferinnen in einer großen Aktion verpackt und zum Abholen bereit gestellt.

480 Säcke wurden gefüllt mit Reis, Bohnen, Tomaten und Trockenfisch.

Die Freude der Menschen war unvorstellbar. Es kam für sie einem Wunder gleich. In einem Dankesbrief schreiben die Elternvertreter:

„…Father Boniface with other members of Enyiduru foundation has …  done it again saving the life of the poor by giving uns food. God bless you all hundred times…”

Wir planen, diese Lebensmittelhilfe alle 3 Wochen durchzuführen.

Dazu brauchen wir Geld und Ihre Spenden!

            „…may God bless all those who donated the money…”

Im Namen der betroffenen Menschen in Nsukka bedanken auch wir uns für alle Hilfe, die wir so gerne fortführen möchten.

Unser Spendenkonto finden Sie hier

Corona und Hunger – Ihre Hilfe ist dringed erforderlich

Mai 2020. Auch in Nigeria breitet sich das Virus Sars-CoV-2 inzwischen weiter aus. Die offiziellen Zahlen sprechen zwar von sehr niedrigen Infektionszahlen. Doch es darf stark vermutet werden, dass die wirkliche Ausbreitung  erheblich höher ist. So fordern die nigerianischen Gesundheitsbehörden auch die Bevölkerung auf, die bekannten Hygieneregeln einzuhalten und warnen andernfalls vor einer explosionsartigen Ausbreitung der Pandemie.

Doch wer das Land kennt, weiß, dass die Einhaltung dieser Regeln illusorisch ist.
Nach wie vor bewegen sich Menschenmengen auf den Straßen, in den Geschäften und auf den Märkten. Die Menschen leben zudem in großen Gruppen auf engstem Raum zusammen, die Armen –und dazu gehören unsere Schulkinder –meist in Ein- oder Zweiraum-Hütten. Und oft wohnen noch ein paar Hühner mit im Raum. Keine dieser ärmeren Familien hat fließendes Wasser oder eine Toilette.  Häufig gibt es nicht genügend Trinkwasser. An regelmäßiges Händewaschen ist da nicht zu denken!

Zusätzlich führt der Lock down zu erheblichen Einschränkungen im Leben der Nigerianer. Seit Anfang des Jahres haben viele Menschen keine Arbeit und damit keinerlei Einkommen mehr, gleichzeitig steigen die Preise. Auch dies trifft besonders die Ärmsten des Landes.

Unsere Schule und der Kindergarten sind – wie alle Schulen, Universitäten und Kirchen des Landes – seit Mitte März geschlossen. Für unsere Schülerinnen und Schüler bedeutet dies nicht nur,  keinen Unterricht zu haben sondern auch, dass ihre – für die meisten die einzige – Hauptmahlzeit am Tag wegfällt. Die Not der Familien unserer Schüler ist damit noch mehr gestiegen. Zusätzlich zur Bedrohung durch die Epidemie leiden unsere Schulkinder tatsächlich Hunger!

Die Mitglieder des Vorstandes haben nun in enger Abstimmung mit Father Boniface entschieden, hier für unsere Kinder und ihre Familien zusätzlich aktiv zu werden und durch regelmäßige Lebensmittelausgaben die Not zu lindern. Damit diese lebensnotwendige Unterstützung auch über einen längeren Zeitraum möglich ist, bitten wir sehr um Ihre Hilfe. Unsere Bankverbindung finden Sie unten.

Auf der Homepage werden wir über die Konkretisierung und den weiteren Fortgang dieser Aktion berichten.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfsbereitschaft

Für den Vorstand
Lioba Brockamp

Enyiduru Projekt Nigeria e.V.
IBAN-Nr.: DE13 3804 0007 0112 1102 00,  BIC-Nr.: COBADEFFXXX,  Commerzbank Bonn
Für eine Spendenbescheinigung geben Sie bitte die Adresse auf der Überweisung an.

Wo ist eigentlich Enyiduru?

Ab und zu fragt man uns, wo denn eigentlich Enyiduru genau liegt. Nun, Enyiduru ist keine geographische Bezeichnung sondern der Name  unseres Projektes. Das Wort Enyiduru ist eine Zusammensetzung der Worte für  Elefant und Weisheit/Kraft. Das Wort kommt aus der Igbo Sprache, die eine der größeren Sprachen in Nigeria ist. In Nigeria gibt es ca. 500 Sprachen und Dialekte, was eine ungeheure kulturelle Vielfalt bedeutet, aber auch entsprechende Probleme und Konflikte verursacht. Unsere Schule und der Kindergarten liegen in der Nähe der Stadt Nsukka im Bundesstaat Enugu in Nigeria. Nsukka hat heute ca. 48000 Einwohner, der Bundestaat Enugu ca. 4 Mio Einwohner und Nigeria ist mit ca. 155 Mio Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas.

Der folgende Link öffnet Google Maps und Sie sehen ein Satelllitenphoto, das die Umgebung unseres Projektes zeigt. Markiert sind der Kindergarten (früher die Grundschule) und die neue Grundschule. Durch Vergrößern oder verkleinern der  Karte können Sie die direkte Umgebung  erkunden oder sich die Lage von Nsukka in Nigeria ansehen. Das Satellitenphoto ist schon älter, das Schulgelände hat sich in den letzten Jahren noch stärker verändert (z.B. durch den Bau der Zisterne und anderer Nebengebäude). Die Schule zieht auch weitere Aktivitäten an, so dass auch in der direkten Umgebung heute mehr los ist, als auf dem Photo  noch zu erkennen ist.

Link zu Google Maps